Wo Fuchs und Has‘ sich „Gute Nacht“ sagen
Wo Fuchs und Has‘ sich „Gute Nacht“ sagen

6. September 2022

Wo Fuchs und Has‘ sich „Gute Nacht“ sagen

Ein Tag im Wald auf einer Hütte mitten im Naturschutzgebiet Feldberg

Bruno, Dylan, Benjamin, Kim, Mia und Emily haben das Abenteuer gewagt: Zusammen mit dem ehemaligen Auerhahnobmann Christian Sütfeld und der Yvonne Bonhage, Naturpädagogin, Jägerin und Hauptbuchhalterin der Schule Birklehof, waren sie im Wohnzimmer von Fuchs, Has´, Gams und Reh unterwegs.

„Gestartet sind wir am Mittwochabend auf die Kapuzinerhütte und haben dort bis spät in die sternenklare Nacht am Lagerfeuer gegrillt und den Geräuschen des Waldes gelauscht. Am nächsten Morgen wurden wir mit frischen Weckle und Croissant von Christian Sütfeld geweckt. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Freien erzählte Herr Sütfeld viel über den seltenen Auerhahn, der am Feldberg jedoch heimisch ist und hier streng geschützt ist.

Mit einem Präparat des Tieres konnte er viele Details seiner Ausführungen veranschaulichen. Auch das traurige Los jenes Auerhahns, der am Laurentiusfest 2019 am Feldberg von angetrunkenen Zechern erschlagene wurde, kam zur Sprache. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich die Frage, wie es in einem Naturschutzgebiet zu solch einem tragischen Vorfall kommen konnte. Die Konsequenzen für die Täter wurden ebenso erörtert wie das Monitoring für diese vom Aussterben bedrohte Tierart.

Anschließend berichtete Frau Bonhage von der zweiten seltenen heimischen Tierart, die noch am Feldberg ein Refugium hat: die Gams. Den Ausführungen über die Gams mit ihren immer weiterwachsenden Krucken und außergewöhnlichen Trittfestigkeit im felsigen Gelände lauschten die Teilnehmenden sehr aufmerksam. Nach den beiden Vorträgen diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit den Naturschützern kontrovers über die Tierwelt in Deutschland und das Jagdrecht in Deutschland.

Nach einer Stärkung zu Mittag am Lagerfeuer brachen wir auf zur Rückkehr in die Zivilisation. Wir wanderten an markanten Stand- und Sichtpunkten von Gämsen vorbei und versuchten, mit Ferngläsern doch noch einen Blick auf die Tiere zu erhaschen, doch leider ohne Erfolg. Den Abschluss dieses schönen Tages fanden wir am Aussichtspunkt des Gamslehrpfades, wo wir auf einer Infotafel noch einmal einiges über die Gams erfahren konnten.“

 

Fotos und Text: Yvonne Bonhage